Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Wort zum Anfang

Manchmal feiern wir mitten im Tag

 

Es gehört für mich zu den Bildern des Jahres 2016, die mir in Erinnerung geblieben sind – ein Bild, das in den sozialen Kommunikationsmedien tausendfach geteilt und „gelikt“ wurde.
Im syrischen Aleppo, einer Stadt auch mit reicher christlicher Geschichte, wurde im Jahr 2016 zum ersten Mal wieder Weihnachten gefeiert. Inmitten der Trümmer einer Kirche haben Christen eine Krippe gebaut und so ganz augenscheinlich dargestellt, dass Jesus als neugeborenes Kind ihr Friedensfürst geworden ist.
Aber Halt – werden manche von Ihnen denken – wir feiern doch Ostern 2017! Warum habe ich also dieses Bild gewählt?
Es beinhaltet für mich eine zutiefst österliche Botschaft. Warum?
Ostern könnten wir nicht feiern, wenn Gott sich nicht in Jesus der Welt und uns Menschen zugewandt hätte. Der, der in einem einfachen Stall zur Welt gekommen ist und in eine Futterkrippe aus Holz gelegt wurde, ist zugleich der, der auch am Holz des Kreuzes hängt. In Jesu Schrei am Kreuz „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ sind wohl auch die Schreie der Menschen unserer Tage zu hören; jener, die in Syrien oder anderswo auf der Welt schwer zu tragen haben an den Kreuzen von Krieg, Terror und Gewalt. Menschen, deren Hoffnung am Boden liegt und die nicht wissen, ob sie den nächsten Tag noch überleben, Menschen, denen jede Perspektive genommen ist.
Das Bild, das Christen zeigt, die inmitten der Trümmer eine Krippe bauen und Gottesdienst feiern, ist gewissermaßen auch ein Auferstehungsbild. Hier zeigen unsere verfolgten Schwestern und Brüder, dass Auferstehung mitten im Alltag geschieht. Sie zeigen uns, dass Gewalt nur durch Gewaltlosigkeit, Hass nur durch Liebe und Versöhnung verwandelt werden kann.
An Ostern nämlich feiern wir Jesu Sieg des Lebens über den Tod – den endgültigen wie auch die Tode, die uns Menschen lähmen. Ostern ist für mich das Fest der Hoffnung. Schrecken, Gewalt, Terror und Tod haben eben nicht das letzte Wort.
Der Auferstandene schenkt den Jüngern als österliche Gabe seinen Geist des Friedens und er sendet ihn auch in unsere Herzen, damit wir Boten des Friedens und der Hoffnung für unsere Welt werden. Meinen Osterwunsch für Sie, ihre Familien, besonders auch für unsere Kranken, drücke ich mit einem neuen geistlichen Lied aus:


„Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Stunden werden eingeschmolzen und ein Glück ist da.
Manchmal feiern wir mitten im Wort ein Fest der Auferstehung. Sätze werden aufgebrochen und ein Lied ist da.
Manchmal feiern wir mitten im Streit ein Fest der Auferstehung. Waffen werden umgeschmiedet und ein Friede ist da.
Manchmal feiern wir mitten im Tun ein Fest der Auferstehung. Sperren werden übersprungen und ein Geist ist da.“

 

Lars Meiser, Kaplan 

 

 

Aktueller Stand

 Letzte Änderungen: (2. April 2017)

- Kirchenkurier zum Herunterladen bereitgestellt

- Gottesdienstordnung aktualisiert

- "Aktuelles" überarbeitet

 

 

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