Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius
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Wort zum Anfang

 

Von der Chance des Neubeginns

 

Werdet Anfänger. Diese zwei Wörter las ich in den vergangenen Tagen in einer Zeitschrift. Bei diesen beiden Wörtern kam mir dann das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse in den Sinn. In dem Gedicht heißt es unter anderem: „Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten. An keinem wie an einer Heimat hängen. Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten“. Der Dichter vergleicht das Leben mit Stufen und möchte sagen, dass jeder Lebensabschnitt ein Neubeginn ist. So lange wir leben, bietet uns das Leben solche Aufbrüche. Immer ist Anfang: von der Geburt an, der Eintritt in den Kindergarten, in die Schule, ins Studium, Lehre, Berufsleben. Man entscheidet sich für einen Lebensweg, für Kinder, für einen Wohnort. So geht es weiter bis ans Lebensende. Es gibt Anfänge, die entscheidet man nicht alleine. Manche erscheinen im Rückblick verkehrt und an einige kann man sich gar nicht mehr erinnern. Anfangen begleitet unser ganzes Leben.  Nach der Urlaubs- und Ferienzeit hieß es auch für viele Kinder neu zu beginnen. Ich denke hier besonders an die Schulanfänger. Endlich! Der erste Schultag ist da. Ganz sicher Anspannung und Herzklopfen. Und nun geht es los. Es gibt so vieles Neues zu entdecken: den Schulweg, das Schreiben, das Rechnen und viele andere Dinge, die die Erstklässler nun ganz alleine meistern müssen. Aber das ist nicht nur für die Kinder neu, auch die Eltern müssen nun lernen, die Kinder ein Stück mehr los zu lassen. Und ich glaube es ist gut, dass an diesem Neuanfang in unseren Gemeinden die Einschulungsgottesdienste standen. Hier wurden die Kinder daran erinnert, dass der Segen Gottes sie begleitet und beschützt. Mit Gottes Segen dürfen die Kinder einen neuen Lebensabschnitt - einen neuen Anfang wagen. Ich meine, es ist gut, sich bei all seinen Lebensabschnitten und Neuanfängen von Gottes Segen begleitet und beschützt zu wissen.  

 

„Der Herr sei vor dir, 

um dir den rechten Weg zu zeigen. 

Der Herr sei neben dir, 

um dich zu schützen. 

Der Herr sei hinter dir,

um dich zu bewahren 

vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir,

um dich aufzufangen,  wenn du fällst,

und dich aus der Schlinge zu ziehen. 

Der Herr sei in dir,

um dich zu trösten, 

wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum , 

um dich zu verteidigen, 

wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir, 

um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.“ 

 

 

Altchristlicher Segenswunsch aus dem vierten Jahrhundert.

 

 

 

Bernhard Petry

 

 

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